10. Nacht der Religionen

Zeit für Frieden

Höchste Zeit für Frieden! Scheinbar endlose Bürgerkriege verunmöglichen ein normales Leben unzähliger Menschen, die heutigen Waffenarsenale sind eine Gefahr für die Menschheit und die Drohgebärden einzelner Diktatoren lassen die Hoffnung auf Frieden weiter schwinden. Religion wird oft als Ursache für Konflikte wahrgenommen, man kann Religion jedoch genauso als eine Quelle des Friedens betrachten. Der Wille zu einem friedlichen Zusammenleben mit Menschen anderer Religionen und Kulturen und anderer Lebensphilosophien verbindet uns. Wir laden seit zehn Jahren zur Nacht der Religionen ein, weil wir in den persönlichen Begegnungen und im Dialog den Weg zum Frieden erleben. Sie werden in den Programmen dieser Nacht sehen, dass Glaubensgemeinschaften, die sich in anderen Teilen der Welt feindlich gegenüber stehen, hier in Bern in den Dialog treten wollen. Nehmen Sie sich Zeit für den Weg zum Frieden und lassen Sie sich einladen von Gemeinschaften, die Ihnen bisher fremd geblieben sind.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an der Nacht der Religionen 2017!

Programm–Überblick

Eröffnung und Schlusspunkt

Eröffnung 18.00 Uhr im Rathaus Bern
mit Stadtpräsident Alec von Graffenried, Slampoet Andreas Kessler, Klangkünstler Pudi Lehmann und Vertreter*innen der Weltreligionen.

Schlusspunkt 23.00 Uhr in der offenen kirche / Heiliggeistkirche am Bahnhofplatz

Jeweils 20.00 und 21.30 Uhr Programmpunkte an zwölf Standorten in Bern

Unsere Bilder vom Frieden

Wer: Äthiopisch-orthodoxe Tewahedo Kirche und Hörbehinderten Gemeinde Bern
Ort: Ev.-luth. Gemeinde, Postgasse 62, 3011 Bern
Was / wann: 20.00 und 21.30 Uhr
Ein Programm mit Friedensbilder aus Äthiopien und der Schweiz, äthiopisch-orthodoxer Trommelmusik und Gebärdenlieder.

Das Erbe des Propheten – Der Islam und seine zwei grössten Glaubensrichtungen

Wer: Muslimischer Verein Bern und die Gemeinschaft der Ahlulbayt Schweiz Orte:
20.00 Uhr: Moschee, Haus der Religionen, Europaplatz 1, 3008 Bern
21.30 Uhr: Libanesische Moschee, Freiburgstrasse 125a, 3007 Bern

Was: Zwei Kurzvorträge als Einführung in die Thematik. Diskussion der Berührungspunkte, sowie der Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten. Fragerunde.

Gewaltlosigkeit – konkret

Wer: Interkultureller Buddhistischer Verein Bern, Römisch-katholische Pfarrei Dreifaltigkeit, Bern, Sikh-Gemeinde Schweiz
Ort: Dreifaltigkeitskirche, Taubenstrasse 4, 3012 Bern
Was / wann:

20.00 Uhr: Wie gehe ich mit Gewalt und Frieden in meiner Religion um ? Wie komme ich zum inneren Frieden ? Kurzer Vortrag der Vertreter der 3 Religionen.
21.30 Uhr: Geführte Meditationen in den drei Traditionen.

Islamisch-reformiert-katholische Perspektiven

Wer: Islamisch-albanischer Verein IKRE, Reformierte Kirchgemeinde Bümpliz, Römisch- katholische Pfarrei St. Antonius
Ort: Krypta der Katholischen Kirche St. Antonius, Burgunderstrasse 124, 3018 Bümpliz Was / wann: 20.00 und 21.30 Uhr

Salam, Shalom, Frieden, Paqs, Pokój – Geschichten vom Frieden

Religion als Faktor in internationalen Konflikten

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Laurent Goetschel, dem buddhistischen Mönch Bhante Anuruddha und dem Hindupriester Sasikumar Tharmalingam
Ort: Rathaus Bern
Was / wann: 19.30 Uhr

Der buddhistische Mönch Bhante Anuruddha und der Hindupriester Sasikumar Tharmalingam planen den Bau von einem «Haus der Religionen» in Sri Lanka. Sie erzählen von ihrem persönlichen Engagement und diskutieren mit Prof. Dr. Laurent Goetschel, Direktor swisspeace

sowie Konflikt- und Friedensforscher an der Uni Basel, über das Konflikt- und friedenspotential der Religionen in internationalen Konflikten. Moderation: Noëmi Gradwohl.

Jüdisch-Hinduistische Begegnung

Wer: Jüdische Gemeinde Bern, Verein Saivanerikoodam
Orte / was / wann:
20.00 Uhr: Synagoge, Kapellenstrasse 2, 3011 Bern
«Viele Namen für einen Gott» und «der Einzige» – Krieg um den wahren Glauben oder Versöhnung durch neue Spiritualität?

21.30 Uhr: Hindutempel, Haus der Religionen, Europaplatz, 3018 Bern
Lieder und Geschichten vom Frieden aus jüdischer und hinduistischer Tradition zum Hören und Erleben.

Zeit der Verfolgung – Zeit der Versöhnung – Zeit für Frieden

Zur Geschichte der Reformierten und der Täufer
Wer: Mennoniten-Gemeinde Bern (Alttäufer), Reformierte Kirchgemeinde Münster
Orte / was / wann:
19.30 Uhr: Rathaussaal, Rathausplatz 2, 3011 Bern
«Staat und Religion – Segen oder Fluch?» Betrachtungen von Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus. Zudem liest Katharina Zimmermann aus ihrem Täuferroman «Die Furgge».
21.30 Uhr: Nydeggkirche, Nydegghof 2, 3011 Bern
Zeit für Frieden – Zeit, gemeinsam zu singen. Einladung zum Singen der traditionellen vierstimmigen Täuferlieder unter der Leitung von Christa Gerber, begleitet von Manuela Roth.

Friedenslieder und Friedenstänze von Aleviten und Christen

Wer: Förderverein Alevitische Kultur, Reformierte Kirchgemeinde Frieden, Herrenhutter Sozietät Ort: Haus der Religionen, Europaplatz, 1. Stock, Derga und Kirche
Was / wann: 20.00 und 21.30 Uhr
Aleviten und Christen sind im Haus der Religionen direkte Nachbaren. Beide Religionsgemeinschaften verbindet die religiöse Bedeutung von Liedern und Tänzen. In der Derga und in der Kirche singen und tanzen wir für den Frieden zwischen allen Religionen und Kulturen. Gäste sind eingeladen einfach zuzuschauen oder auch mitzusingen und mitzutanzen.

Living Library

Wer: Fachstelle Kinder & Jugend, Katholische Kirche Region Bern und Service Civil International Schweiz
Ort: Zirkuswagen auf dem oberen Waisenhausplatz
Was / wann: Von 19.00 bis 22.30

Ein «menschliches Buch» erzählt seine Lebensgeschichte und diskutiert mit den Besucher*innen über Religion und Friedensarbeit. Am Feuer austauschen, Schlangenbrot über die Glut halten, Punsch trinken und sich über Friedenseinsätze informieren. Ein Anlass für Jugendliche und Erwachsene.

Mehr Frieden – mit oder ohne Religion? Ein Symposion

Wer: Mitglieder der Freidenkenden Region Bern, der Effektiven Altruisten und Theologie- Studierende vom Reformierten Forum (Ref. Hochschulseelsorge Bern)
Ort:
Restaurant Ali Baba, Lerchenweg 35, 3012 Bern
Was / wann: 20.00 Uhr und 21.30 Uhr

Visionen, Thesen, Fragen und Erfahrungen zum Frieden. Atheistisch und religiös geprägte Menschen führen einen respektvoll-herausfordernden und biografisch-authentischen Dialog.

Beten und sich engagieren – neun christliche Kirchen aus Ost und West friedlich vereint

Wer: Anglikanische, christkatholische, evangelisch-lutherische Kirchgemeinden, Rumänisch-, serbisch-, griechisch-, russisch-, bulgarisch orthodoxe Gemeinden, Koptisch-Orthodoxe Kirche Eritrea St. Georg.
Ort: Christkatholische Kirche St. Peter und Paul, Bus 12 bis Rathaus

Was / wann:

19–23 Uhr: Die Kirche ist offen, die Unterkirche ein Ort der Stille
19.30 Uhr Die Orthodoxen Kirchen feiern die Vesper.
20.30 Uhr Die Koptisch-Orthodoxe Kirche Eritrea singt, trommelt und betet.
21.30 Uhr Die Anglikaner, Christkatholiken und Lutheranern feiern ein Nachtgebet.
Im «Friedensdorf» wohnen die verschiedenen Kirchen einträchtig beisammen. Jedes «Haus» lädt bei Speis und Trank zum Verweilen ein. Personen und Orte werden vorgestellt, die den Frieden in den einzelnen Ländern gefördert haben.

Spirituelle Friedenszeiten

Wer: Heiliggeist interreligiös, offene kirche Bern
Ort: Heiliggeistkirche, Bahnhofplatz Bern
Was / wann:
20.00 Uhr: Shalom – Salam – Frieden: jüdisches, muslimisches, christliches Friedensgebet 21.30 Uhr: Friedenszeit erleben mit Jains, Sikhs, Yorubas, Sacred Dance

Zwischen den Programmpunkten können Sie an verschiedenen Stationen in der Kirche ins Gespräch kommen zu Friedensprojekten in verschiedenen Religionen.